1. Dokumentation von E-Learning-Angebot und -Nachfrage
Es wurden Umfragen, hauptsächlich Online, zum Angebot und zur Nachfrage von E-Learning durchgeführt, um die E-Learning-Landschaft in allen 11 teilnehmenden Staaten abzubilden und Best-Practice-Beispiele zwischen ihnen auszutauschen. Die Umfragen wurden in Anlehnung an die vorhergehende Studie des Euracademy-Observatory mit dem Ziel ausgerichtet, die Informationen des Observatory (www.euracademy-observatory.org) über E-Learning-Anbieter und -Nutzer zu aktualisieren und zu erweitern. Zusätzlich wurden Best-Practice-Beispiele erfasst, um die bestehende Observatory-Datenbank zu erweitern.
2. Bestandsaufnahme von innovativem E-Learning
Dieses Verzeichnis über verfügbare E-Learning-Produkte hat zum Ziel, innovative Lösungen zu erfassen, die in direktem Zusammenhang mit den Bedürfnissen von ländlichen KMUs und Kleinstunternehmen stehen. Das Verzeichnis wurde anhand von Informationen aus den Umfragen, den Fallstudien von E-Learning-Produkten, zusätzlicher Sekundärforschung und Interviews mit Sozialpartnern, Wirtschaftsverbänden und politischen Entscheidungsträgern zusammengestellt. Mit Hilfe der gewonnenen Informationen wurde versucht, innovative Bestandteile der bewerteten Produkte unter Berücksichtigung der nationalen Gegebenheiten, relevante politische Ansätze und Informationsquellen über Produkte, die insbesondere für ländliche KMUs und Kleinstunternehmen nützlich sind, zu ermitteln.
3. Alternative Medien für E-Learning
Diese Studie zielt auf zwei Themenbereiche ab: Erstens auf den Zugang zu E-Learning in ländlichen Regionen, in denen keine angemessene Infrastruktur existiert (z.B. Breitbandverbindung), um eine effiziente Internetverbindung herzustellen und zweitens auf innovative Lern- und Lehransätze, welche mit Hilfe neuer interaktiver IKT-Tools, wie Web 2.0, Wikis, Podcasts usw. eingeführt werden. Es wurden hierbei auch die Nutzungsmöglichkeiten alternativer Medien anstelle von oder zusätzlich zu Computern untersucht. Dies schließt Kombinationen von Mobiltelefonen, MP3-Playern oder DVDs in Verbindung mit der Einführung neuer didaktischer Ansätze, welche sich von konventionellen Modellen abheben und auf Interaktion und Simulation basieren, mit ein.
4. GBL-basierte E-Learning-Beratung und Einführung
Untersuchungen des Euracademy-Observatory haben gezeigt, dass die wesentlichen Hemmnisse für die Aufnahme von E-Learning von Arbeitnehmern und Arbeitslosen vor allem aus ihren Vorbehalten gegenüber IKT und ihrer vermeintlich fehlenden Motivation einem E-Learning-Kurs zu folgen, resultieren. Um unerfahrenen Lernern dabei zu helfen ihre Lernbedürfnisse zu erkennen und die dazu passenden Ressourcen zu finden, wurde ein benutzerfreundliches und einfach zu bedienendes Tool entwickelt. Dieses Tool basiert auf den Ergebnisen des EUROVALIDATION-Projektes, welches einen "Leitfaden für individuelle Lernwege" entwickelte, einer Beratungshilfe zur Identifizierung von Lernbedürfnissen und Führung von Interessierten zu geeigneten Lernmöglichkeiten (www.euracademy.org/euro-validation/). Das entwickelte Tool ist wie ein "Serious Game" gestaltet, um attraktiver für die Anwender zu sein, insbesondere für Nutzer mit minimalen Computerkenntnissen, und mit einem Verzeichnis von verfügbaren E-Learning-Produkten verknüpft, um den Nutzern zu zeigen, wie sie nach passenden E-Learning-Kursen suchen und diese ausgehend von ihren Lernbedürfnissen beurteilen können.
5. Verbreitung und Vernetzung
Das Euracademy-Observatory hat in 7 Staaten Netzwerke gegründet, die aus den E-Learning-Anbietern bestehen, die sich an der ersten Umfrage des Observatory beteiligten. Diese bestehenden Netzwerke sind durch neue Mitglieder erweitert worden, während gleichzeitig in vier weiteren Staaten neue Netzwerke entstanden sind. Darüber hinaus sind zwei neue Netzwerktypen ins Leben gerufen worden: Ein Netzwerk mit Sozialpartnern/Verbänden, welche KMUs repräsentieren, die die Nachfrageseite von IKT-bezogenem Lernen vertreten, sowie ein Netzwerk mit politischen Entscheidungsträgern und Behörden, die für Lebenslanges Lernen oder die ländliche Entwicklung verantwortlich sind. Aus diesen drei Netzwerken aller teilnehmenden Staaten wurden Repräsentanten eingeladen, um an einem "Beratungsgremium" teilzunehmen und Resonanz zu geben sowie als "Orientierung" für die nationalen Workshops und die internationale Konferenz zu dienen. Um die Netzwerkbildungsaktivitäten der Schlüsselakteure zu unterstützen, die Ergebnisse der verabredeten Maßnahmen zu verbreiten und den Austausch von Erfahrungen sowie bewährter Praktiken zu fördern, fanden in allen teilnehmenden Staaten nationale Workshops statt, die sich an den Zielgruppen des Projekts orientieren. Fünf dieser Workshops hatten aufgrund der Teilnahme der gesamten Partnerschaft des E-Ruralnet-Netzwerkes internationalen Charakter, während sechs Workshops national ausgerichtet waren. Die erstgenannten fanden in Staaten mit weniger gut entwickelten IKT-gestützten Lern-Dienstleistungen statt, die letzteren in Staaten mit einer weiter fortgeschritteneren IKT-Entwicklung.
Darüber hinaus beinhaltete die Verbreitung der Projekt-Ergebnisse die folgenden Aktivitäten:
1. Einrichtung einer eigenen Internetseite für das Projekt,
2. Druck einer Broschüre in den Sprachen aller Projektpartner,
3. Herausgabe eines 6-monatigen Newsletters,
4. Veranstaltung einer internationalen Konferenz,
5. Erstellung eines Projekt-Berichtes, der in die Sprachen aller Projektpartner übersetzt wird,
6. Präsentationen auf Konferenzen und Veröffentlichungen von Artikeln in Fachzeitschriften.


